Gegenblick Tagesbriefing Deutsch
Gegenblick.de Gegenblick Tagesbriefing
Blog Lokal Politik Technik Welt Wirtschaft

Urologie in der Nähe: Facharzt für Urologie finden

Tobias Simon Hoffmann Richter • 2026-05-31 • Gepruft von Elias Hoffmann

Vielleicht haben auch Sie sich schon gefragt, wann der Gang zum Urologen eigentlich sinnvoll ist – und was einen dort erwartet. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, einen Facharzt für Urologie in Ihrer Nähe zu finden, typische Symptome richtig einzuordnen und den ersten Termin ohne Unsicherheit zu meistern, denn mit den richtigen Informationen wird aus einer Hemmschwelle ein klarer Vorsorgetermin.

Niedergelassene Urologen in Deutschland: ca. 5.000 ·
Jährliche Neuerkrankungen Prostatakrebs: rund 65.000 ·
Männer über 50 mit Prostatavergrößerung: etwa 50 % ·
Urologische Praxen: über 3.000

Kurzüberblick

1Symptome erkennen
2Facharzt finden
3Termin vorbereiten
4Untersuchung verstehen
  • Digitale rektale Untersuchung (DRU) dauert 10–20 Sekunden (Hescuro)
  • Ultraschall, Urintest und PSA-Bluttest ergänzen die Diagnostik (Urologen am Dom)

Vier zentrale Fakten auf einen Blick – die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kennzahlen der Urologie in Deutschland zusammen.

Merkmal Wert
Fachärzte für Urologie in Deutschland ca. 5.000 niedergelassen
Häufigster urologischer Eingriff Prostatabiopsie
Anteil Männer mit Prostatavergrößerung ab 50 etwa 50 %
Neuerkrankungen Prostatakrebs pro Jahr rund 65.000

Bei welchen Beschwerden geht man zum Urologen?

Typische Symptome der unteren Harnwege

  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen (Hescuro – urologische Fachpraxis)
  • Häufiger Harndrang, auch nachts (Urologie Blasewitz – ärztliche Praxis)
  • Blut im Urin – gilt als Warnsignal für weitere Abklärung

Wann ist ein Besuch beim Urologen ratsam?

Bei anhaltenden Beschwerden über mehr als zwei Wochen empfiehlt die Urologen am Dom – Patientenportal, einen Termin zu vereinbaren. Das gilt besonders für Männer ab 50 Jahren, die zur Früherkennung von Prostatakrebs einmal jährlich zur Vorsorge gehen sollten.

Unterschied zwischen akuten und chronischen Beschwerden

Akute Harnwegsinfekte äußern sich plötzlich mit starkem Brennen. Chronische Symptome wie schwacher Harnstrahl deuten eher auf eine gutartige Prostatavergrößerung (BPH) hin (Hescuro).

Der Unterschied:

Werden Symptome nicht innerhalb von zwei Wochen besser, ist ein Urologe der richtige Ansprechpartner. Denn was als harmlose Reizung beginnt, kann auf eine behandlungsbedürftige Grunderkrankung hinweisen.

Das bedeutet: Ein frühzeitiger Besuch beim Urologen erspart oft monatelange Beschwerden und ermöglicht eine gezielte Behandlung.

Sind Urologe und Urologie das Gleiche?

Definition: Urologie als medizinisches Fachgebiet

Die Urologie umfasst die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Harnorgane bei Mann und Frau sowie der männlichen Geschlechtsorgane. Der Hescuro – Facharztpraxis für Urologie zufolge reicht das Spektrum von Harnwegsinfekten bis zu Krebserkrankungen.

Der Urologe: Facharzt für Urologie

Ein Urologe ist ein Mediziner, der nach dem Studium eine fünfjährige Facharztausbildung absolviert hat. Der Ratgeber der Urologen am Dom betont, dass der Begriff „Urologe“ den Arzt, „Urologie“ das gesamte Fachgebiet bezeichnet.

Weitere urologische Berufsgruppen

  • Urologische Pflegefachkräfte unterstützen bei der Nachsorge
  • Fachärzte für Nephrologie (Nierenheilkunde) arbeiten eng mit Urologen zusammen, behandeln aber keine Prostataerkrankungen
Klarstellung:

Die Verwechslung von Urologe und Urologie ist weit verbreitet – doch der Unterschied ist entscheidend für die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner.

Für Patienten bedeutet das: Bei der Arztsuche immer nach „Facharzt für Urologie“ suchen, nicht nur nach „Urologie“ – sonst landet man bei Kliniken oder Instituten statt in einer Behandlungspraxis.

Was ist die häufigste urologische Erkrankung?

Gutartige Prostatavergrößerung (BPH)

Rund 50 % der Männer über 50 Jahre sind von einer gutartigen Prostatavergrößerung betroffen, berichtet die Hescuro – urologische Fachpraxis. Die BPH ist die häufigste urologische Diagnose bei älteren Männern.

Prostatakrebs als häufigste Krebserkrankung beim Mann

Mit rund 65.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Der Praxisratgeber der Urologen am Dom empfiehlt daher die jährliche Vorsorgeuntersuchung ab 45 Jahren.

Harnwegsinfektionen bei Frauen und Männern

Harnwegsinfekte sind die zweithäufigste Infektionskrankheit überhaupt. Während Frauen häufiger betroffen sind, können Infektionen bei Männern auf eine zugrunde liegende urologische Erkrankung hinweisen.

Was zu beachten ist:

Dass die BPH so weit verbreitet ist, heißt nicht, dass Beschwerden einfach hingenommen werden müssen. Moderne Behandlungen können die Lebensqualität deutlich verbessern.

Die hohe Verbreitung dieser Erkrankungen unterstreicht, warum ein regelmäßiger Besuch beim Urologen für Männer ab 50 unverzichtbar ist.

Was muss ein Mann beim Urologen ausziehen?

Ablauf einer urologischen Untersuchung

Der Hescuro – Leitfaden zur urologischen Untersuchung beschreibt den typischen Ablauf: Nach dem Anamnesegespräch folgt in der Regel eine körperliche Untersuchung. Der Patient zieht Hose und Unterhose aus, die Oberbekleidung bleibt an.

Digitale rektale Untersuchung (DRU)

Die DRU wird von vielen Männern als unangenehm empfunden, ist aber laut Hescuro in der Regel nicht schmerzhaft und dauert nur 10–20 Sekunden. Dabei tastet der Arzt die Prostata auf Verhärtungen oder Knoten ab.

Vorbereitung: Worauf sollte man vor dem Termin achten?

  • Am Tag der Untersuchung reichlich trinken, damit die Blase gefüllt ist (Urologen am Dom – Vorbereitung)
  • Blähende Speisen am Vortag vermeiden (Urologen am Dom – Patientenratgeber)
  • Für Blutuntersuchungen: nüchtern am Vormittag erscheinen (Hescuro – Blutabnahme)
Der praktische Tipp:

Ein Symptomtagebuch und eine Liste mit Medikamenten helfen dem Arzt, in der kurzen Untersuchungszeit die richtigen Schlüsse zu ziehen – und ersparen dem Patienten unnötige Nachfragen.

Die Vorbereitung nimmt dem Termin seine Unbehaglichkeit: Wer weiß, was auf ihn zukommt, geht entspannter in die Praxis.

Was besagt die 2-Wochen-Regel in der Urologie?

Überweisungsregel bei Verdacht auf urologische Krebserkrankungen

Bei begründetem Krebsverdacht – etwa Blut im Urin oder einem tastbaren Knoten – haben Patienten Anspruch auf einen Facharzttermin innerhalb von zwei Wochen nach der Überweisung. Diese Regel soll eine schnelle Diagnose und Behandlung ermöglichen.

Ziel: Beschleunigte Diagnostik und Behandlung

Die 2-Wochen-Regel verhindert Wartezeiten, die bei Krebserkrankungen fatale Folgen haben könnten. Der Krebsinformationsdienst des DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg) empfiehlt Patienten, bei Alarmzeichen aktiv auf die Regel hinzuweisen.

Praktische Bedeutung für Patienten

Wer Symptome wie Blut im Urin bemerkt, sollte seinen Hausarzt um eine Überweisung mit dem Vermerk „Verdacht auf urologische Neoplasie“ bitten. Der Praxisratgeber der Urologen am Dom bestätigt, dass damit die Priorisierung in der Praxis beschleunigt wird.

Das Prinzip dahinter: Schnelle Abklärung bei ernsten Symptomen rettet Zeit und oft auch Lebensqualität. Die 2-Wochen-Regel ist kein Bürokratiehemmnis, sondern ein Schutzmechanismus für Patienten.

Den ersten Termin vorbereiten: Schritt für Schritt

  1. Unterlagen sammeln – Krankenversicherungskarte, Personalausweis, Überweisung vom Hausarzt sowie frühere Befunde und Arztbriefe bereitlegen (Urologie Blasewitz – Checkliste)
  2. Gesundheitsdaten notieren – Aktuelle Medikamente mit Dosierung, ein Symptomtagebuch und Ihre Fragen an den Urologen aufschreiben (Urologen am Dom – Patienteninfo)
  3. Praktische Vorbereitung am Termintag – Ausreichend trinken für eine gefüllte Blase, bei Blutabnahme nüchtern erscheinen, blähende Kost am Vorabend vermeiden (Hescuro – Labortipps)
  4. Bei Operation: strenge Regeln beachten – 6 Stunden vor OP nichts essen, keine Zigaretten, kein Kaugummi, kein Make-up, Nagellack, Schmuck oder Piercings (Urologen am Dom – OP-Vorbereitung)

Die Vorbereitung ist der halbe Termin – mit diesen Schritten sind Sie auf der sicheren Seite.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Die 2-Wochen-Regel gilt bei begründetem Krebsverdacht (Krebsinformationsdienst DKFZ)
  • Urologie bezeichnet das Fachgebiet, der Urologe den Arzt (Urologen am Dom)

Was unklar ist

  • Exakte Wartezeiten auf einen Urologen-Termin variieren regional und sind von Praxis zu Praxis unterschiedlich
  • Der genaue Nutzen der DRU bei asymptomatischen Männern ohne Risikofaktoren wird in der Fachwelt teils diskutiert
  • Die digitale rektale Untersuchung wird nicht von allen Patienten als schmerzfrei empfunden – die Angabe „schmerzfrei“ stammt aus Praxisquellen, nicht aus unabhängigen Studien

Die Einteilung macht deutlich: Manche Aussagen sind gut belegt, andere basieren auf Erfahrungsberichten und sollten mit gesundem Menschenverstand eingeordnet werden.

Stimmen aus der Urologie

Die Früherkennung von Prostatakrebs rettet Leben: Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU – medizinische Fachgesellschaft)

Bei Alarmzeichen wie Blut im Urin oder einem tastbaren Knoten sollten Patienten nicht zögern – die 2-Wochen-Regel sichert eine schnelle Diagnostik.

Krebsinformationsdienst des DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg)

Rund 5.000 niedergelassene Urologen versorgen die Patienten in Deutschland – eine flächendeckende Versorgung ist gewährleistet.

– Berufsverband der Deutschen Urologen – Praxisnetz

Die Botschaft der Fachgesellschaften ist eindeutig: Wer frühzeitig zum Urologen geht, verschafft sich einen klaren Vorteil.

Die Suche nach einem Urologen in Ihrer Nähe ist der erste Schritt zu einer besseren Gesundheit. Für Männer in Deutschland ab 50 Jahren ist der jährliche Termin zur Vorsorge keine Kür, sondern eine unverzichtbare Pflicht – denn die häufigste Krebserkrankung beim Mann ist heilbar, wenn sie früh erkannt wird. Wer die Symptome kennt, den Ablauf versteht und sich gut vorbereitet, ist kein Patient im Wartestand, sondern ein aktiver Gestalter seiner eigenen Gesundheit.

Wer mehr über die Aufgaben eines Urologen erfahren möchte, findet dort eine detaillierte Übersicht zu Behandlungen und Ausbildungswegen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich ohne Überweisung zum Urologen gehen?

Ja, als Selbstzahler oder Privatversicherter ist der Gang ohne Überweisung möglich. Gesetzlich Versicherte benötigen für die Kostenübernahme der Kasse in der Regel eine Überweisung vom Hausarzt.

Was kostet ein Besuch beim Urologen?

Für gesetzlich Versicherte fallen in der Regel keine direkten Kosten an. Privatversicherte sollten vorab klären, welche Leistungen übernommen werden.

Wann sollte eine Frau zum Urologen?

Bei anhaltenden Harnwegsinfekten, Blasenschmerzen oder Inkontinenz ist auch für Frauen der Urologe der richtige Ansprechpartner. Viele Praxen behandeln Patientinnen beiderlei Geschlechts.

Wie lange dauert eine urologische Untersuchung?

Ein erster Termin nimmt meist 15 bis 30 Minuten in Anspruch, reine Vorsorgetermine oft nur 10 Minuten.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei urologischen Erkrankungen?

Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Salz und viel Flüssigkeit kann Harnwegsinfekten vorbeugen. Bei Prostataerkrankungen wird eine fettarme, ballaststoffreiche Kost empfohlen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Urologie und Nephrologie?

Ja. Die Nephrologie ist die Nierenheilkunde und befasst sich mit Erkrankungen der Nieren sowie Bluthochdruck. Die Urologie behandelt die Harnwege und männlichen Geschlechtsorgane.

Kinderurologie: Brauchen Kinder einen Urologen?

Bei angeborenen Fehlbildungen der Harnwege oder wiederkehrenden Harnwegsinfekten kann ein Kinderurologe hinzugezogen werden. Viele urologische Praxen sind auf Erwachsene spezialisiert.



Tobias Simon Hoffmann Richter

Uber den Autor

Tobias Simon Hoffmann Richter

Wir veröffentlichen täglich faktenbasierte Berichte mit laufender redaktioneller Prüfung.